Solarize ist eine Softwarefirma: Ihre SaaS-Lösung macht Mieterstrom in Mehrfamilienhäusern und Gewerbeanlagen sauber abrechenbar. Die Kunden sind groß und anspruchsvoll: Stadtwerke, Wohnungsbauunternehmen, Genossenschaften, Industriebetriebe. Ich war dort knapp ein Jahr im Vertrieb angestellt und habe die Fleißarbeit, die diesen Vertrieb bremst, an drei Stellen automatisiert: Zielkunden-Recherche, Content-Erstellung, Gesprächs-Nachbereitung. Alle drei Bausteine laufen heute beim Team, ohne mich.
Was am Ende dabei herauskam
- Die Kaltakquise startet mit den richtigen Firmen: Aus einer Liste von weit über 1.000 Wohnungsbauunternehmen filterte die Recherche rund 1.000 heraus, die von der Größe her optimal zur Zielgruppe passten.
- Das SDR-Team, das für uns im Vertrieb die Termine legte, ging vorbereitet ins Gespräch: mit recherchierten Details und Nuancen zum jeweiligen Unternehmen, und damit einer wertschätzenden, persönlichen Ansprache statt eines Kaltstart-Skripts.
- Das Marketing erstellt Blog-, Social- und Homepage-Texte im eigenen Firmen-Ton selbst, ohne für jeden Text eine Agentur zu brauchen.
- Verkaufsgespräche landen ausgewertet im CRM: Gesprächsstand, Kaufbereitschaft, nächste Schritte. Für fünf bis sechs Kollegen entfällt das Nachtippen.
Die drei Bausteine
Zielkunden-Recherche für die SDRs. Aus einem Firmennamen und der Zahl der Wohneinheiten erstellt eine automatische Recherche das Zielkundenprofil: Passt das Unternehmen rechtlich und von der Größe her? Wer ist der richtige Ansprechpartner? Und welcher Gesprächseinstieg passt zu genau dieser Firma? Die SDRs begannen beim vorbereiteten Kontakt statt bei einer rohen Liste, und wir im Vertrieb bekamen besser vorbereitete Termine.
Marketing-KI im Firmen-Ton. Damit die Texte nach Solarize klingen und nicht nach Textbaukasten, habe ich rund 20 Kundeninterviews ausgewertet und eine KI auf den Sprachstil des Unternehmens trainiert. Das Marketing-Team erstellt damit seinen Content selbst.
Automatische Gesprächs-Nachbereitung. Nach jedem Google-Meet-Verkaufsgespräch entsteht aus dem Protokoll eine strukturierte Auswertung mit Einordnung der Kaufbereitschaft und den nächsten Schritten, abgelegt im CRM. Nichts geht zwischen den Terminen verloren.
Der eigentliche Punkt: Übergabe statt Abhängigkeit
Alle drei Bausteine habe ich ans Team übergeben. Das Marketing schreibt selbst, die SDRs recherchieren selbst, die Nachbereitung läuft im Hintergrund. Ich halte es für den ehrlicheren Weg: Ein Werkzeug, das nur funktioniert, solange der Erbauer daneben sitzt, ist keine Lösung. Zwei der Bausteine habe ich später für andere Kunden weiterentwickelt; die Muster tragen über die Branche hinaus.
Was das für Sie heißt
Wenn Ihr Vertrieb erklärungsbedürftige Produkte an große, klar definierte B2B-Zielkunden verkauft, stecken die Stunden selten im Gespräch selbst. Sie stecken davor und danach: Recherche, Content, Nachbereitung. Genau diese drei Stellen lassen sich automatisieren, und Ihr Team behält die Kontrolle.
Die Technik dahinter
Für alle, die es genau wissen wollen:
- Perplexity und n8n treiben die Zielkunden-Recherche: Aus Firmenname und Wohneinheiten-Zahl entstehen Profil, Eignungs-Einschätzung, Ansprechpartner und Ansprache-Vorschlag.
- Ein Sprachmodell, trainiert auf ausgewertete Kundeninterviews, liefert den Firmen-Ton für das Marketing.
- Gemini wertet die Google-Meet-Protokolle aus und schreibt die Ergebnisse strukturiert nach HubSpot.
Bei Ihnen frisst die Arbeit vor und nach dem Verkaufsgespräch die Zeit? Sprechen Sie direkt mit mir.
